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Geschichte
der Firnskuppe
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Die
Firnskuppe ist eine knapp 314 Meter hohe felsige Basaltkuppe im Habichtswald bei Kassel. Sie befindet sich nordwestlich des Ortskerns des Kasseler Stadtteils
Harleshausen und ist somit Teil des
Naturparks Habichtswald. Nur knapp 650 Meter Luftlinie nordöstlich der
Kreuzung von B 251 (Wolfhager Straße) und Landesstraße 3217 (Rasenallee)
ragt sie, recht gut versteckt zwischen den Bäumen des Forst Harleshausen,
bis zu 55 Meter über den ihr nördlich vorgelagerten Waldrand empor.
In
Richtung Norden fällt das Gebiet um die Firnskuppe über die vorgelagerten
Acker und Wiesen zur Ahne hin ab, nach Osten setzen sich die Nordostausläufer
des Habichtswalds über den Lambert (292 m ü.
Auf der stark bewaldeten Hochfläche, die der Firnskuppe südlich
vorgelagert ist, entspringt der kleine Firnsbach, der die Basaltkuppe
westlich passiert, um danach in Richtung Nordosten zu fließen. In seinem
Unterlauf Rainbach genannt mündet der Bachlauf in Obervellmar in die bereits
genannte Ahne.
Zum geschichtlichen Hintergrund
Bereits vor Christus wurde die Gegend um die Firnskuppe von Menschen
aufgesucht, was nicht nur an mehreren Resten von Hügelgräbern aus der La-Tene-Zeit
ersichtlich ist, die sich südöstlich der Kuppe unweit vom Harleshäuser Schwimmbad am Heiden- und Fuchsküppel befinden. Im
Mittelalter war die Firnskuppe darüber hinaus auch ein Ort, an dem man vor Räuber-
und Diebesbanden geschützt war.
Ein sagenumwobener Bergbau-Schacht
Im Inneren des Bergs wurde früher nach Erz und Kohle oder Mineralien
(Hornblende und Olivin) gesucht, also untertage. Nur wenige Meter unterhalb des felsigen Gipfels der
Firnskuppe befindet sich im Felsgestein nach wie vor der senkrecht abfallende
Bergbau-Schacht, von dem im Berg noch ein Seitengewölbe beziehungsweise
-stollen abzweigt. Über dem Schacht auf dem Gipfel soll das Datum 18. Januar
1643 lesbar gewesen sein. Das obere Ende, also der Eingang des Schachtes,
ist durch ein
altes Eisentor gesichert. In das felsige Bodengefüge des Berggipfels, in dem
sich ein Loch direkt über dem Schacht befindet, wurde aus Sicherheitsgründen
ein feuerverzinktes Gitter eingelassen, damit man nicht versehentlich
senkrecht in die Tiefe stürzt. Im Oktober 1821 stürzte der Heckershäuser Schäfer
Bernhard Krebs in den Schacht. Er konnte gerettet werden, verstarb
jedoch kurz darauf
Der Weg in die Unterwelt
Der in der Firnskuppe befindliche Bergbau-Schacht, der auch den Namen
„Sagenschacht“ trägt, wird in der nordhessischen Mythologie
als stets zu
meidender „Weg in die Unterwelt“ bezeichnet. Einer Sage zufolge soll dort
ein Hirte mit seiner gesamten Schafherde hineingestürzt und auf immer und ewig darin verschwunden sein. Einer
anderen Erzählung zufolge hat ein eifersüchtiger Stallbursche einen
Grenadier der hiesigen Garnison im Streit erschlagen und in den Schacht
geworfen.